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"Improvisieren ..." 25. bis 28. September 2003 |
Internationales
Symposium im Literaturhaus (früher: John-F.-Kennedy-Haus), Kasinostrasse
3,
Darmstadt
Konzertreihe in der Centralstation und im Kulturzentrum Bessunger Knabenschule
"Improvisieren
..."
8. Darmstädter Jazzforum
zur Improvisation im Jazz
25. bis 28. September 2003
Improvisieren
kann jeder, improvisieren muss jeder, nur mit Improvisation funktioniert das
menschliche Beisammensein. Vor allem im Jazz aber wurde die Improvisation im
wahrsten Sinne des Wortes zur Kunst. Das 8. Darmstädter Jazzforum
will einen Blick auf die Rolle der Improvisation im Jazz werfen, auf deren Einfluss
auf andere Musikrichtungen, auf andere Künste und das Beispiel, das sie
auch außerhalb der Musik bieten kann. Dazu sind Musikwissenschaftler eingeladen,
die sich analytisch mit spezifischen Beispielen von Jazzimprovisation befassen
werden, Soziologen, um die partizipatorischen Ideen in den Improvisationen zu
diskutieren, Psychologen, die darüber reflektieren werden, was eigentlich
zwischen den Mitgliedern einer improvisierenden Gruppe vorgeht (in Musik genauso
wie im alltäglichen Leben), Ökonomen, die berichten, wie der Jazz
als Beispiel für Strategien im höheren Management dienen kann, aber
auch Musiker, die alle anderen Beiträge in Frage stellen können und
über ihre eigene Erfahrung mit dem Phänomen der Improvisation reflektieren
werden.
Zu den
namhaften Referenten gehören Christopher Dell, Larry Gushee (USA), Ekkehard
Jost, Peter Kleiß, Joachim Kühn, George Lewis (USA), Thomas Mießgang,
Bert Noglik, Martin Pfleiderer, Michael Rüsenberg, Paul Steinhardt, Peter
Niklas Wilson und andere. Die Referate werden auf deutsch oder englisch gehalten,
es gibt keine Simultanübersetzung.
Das Symposium
vom 25. bis 27. September 2003 ist öffentlich, kostenlos und kann ohne
Anmeldung besucht werden.
Hier: Die genaue Übersicht
zum Programm und Konzertablauf als pdf-Dokument.
Hier: Das komplette Programmheft des
8. Darmstädter Jazzforums als pdf-Dokument
An drei Abenden wird das Thema auch musikalisch beleuchtet. Bei der Konzertreihe in der Darmstädter Centralstation und im Kulturzentrum Bessunger Knabenschule treten auf:
Zu den Konzerten:
Alle zwei Jahre, und inzwischen zum achten Mal, lädt das städtische Jazzinstitut zum Darmstädter Jazzforum ein. Das Thema des diesjährigen Symposiums, das von Donnerstag bis Samstag tagsüber im Literaturhaus stattfindet heißt "Improvisieren ...". An drei Abenden, freitags und samstags in der Centralstation, am Sonntagabend zum Abschluss im Kulturzentrum Bessunger Knabendschule, also quasi vor der Haustür des Jazzinstituts, präsentiert sich die Musik im schillernden Gewand der Improvisation.
Eric Boeren Quartet
/ Joachim Kühn Trio / Freitag / 26. September 2003 / Centralstation
Gleich die Eröffnung am Freitagabend ist ein Hinweis
auf die Internationalität des diesjährigen Programms. Das Quartett
des niederländischen Trompeters Eric Boeren versammelt mit dem holländischen
Bassisten Wilbert de Joode, dem deutschen Schlagzeuger Paul Lovens sowie dem
amerikanischen Saxophonisten und Klarinettisten Michael Moore die Krem der zeitgenössischen
europäischen Jazzszene. Ihr Programm widmet sich auf ebenso exzentrische
wie humorvolle Weise dem musikalischen Schaffen des Saxophonisten Ornette Coleman.
Dessen Freund und Wegbegleiter Joachim Kühn gilt seit inzwischen 40 Jahren
als internationaler Vorzeige-Pianist Deutschlands. Der in Leipzig geborene Kühn
kommt mit seinem Trio nach Darmstadt, in dem neben dem Österreicher Wolfgang
Reisinger am Schlagzeug auch der französische Bassist Jean-Paul Celea zu
hören sein wird. Als Komponist und Improvisator weiß sich der musikalische
Weltbürger Kühn der Klangsprache der Gegenwart ebenso verbunden wie
der großen Tradition der Konzertmusik und der weitverzweigten Geschichte
des Jazz. (Karten
gibt es HIER!)
Italian Instabile
Orchestra / Samstag / 27. September 2003 / Centralstation
Das Italian Instabile Orchestra (IIO) ist gleichermaßen
ein Höhepunkt des europäischen Jazz wie auch des 8. Darmstädter
Jazzforums. Das Anfang der 90er Jahre gegründete Instabile Orchestra vereint
nicht nur die profiliertesten Solisten des zeitgenössischen italienischen
Jazz zu einer turbulenten Ansammlung von Individualisten, sondern bildet als
Ganzes ein herausragendes Großensemble des europäischen Jazz. Neben
den 19 ständigen Mitgliedern wie dem Mitbegründer Pino Minafra, dem
Klarinettisten Gianluigi Trovesi oder dem Posaunisten Sebastiano Tramontana,
hatte das Instabile in den vergangenen dreizehn Jahren immer wieder namhafte
Gäste in seinen Reihen wie Enrico Rava, Antonello Salis, Lester Bowie,
Paolo Fresu oder Cecil Taylor. Das IIO ist keine Bigband im herkömmlichen
Sinne. Jedes Stück, das die Gruppe, in der amerikanischen Bedeutung des
Wortes, performt, unterwirft sich der improvisatorischen Kraft der Musiker.
Das ist es, was die Konzerte des IIO in jeder Hinsicht einmalig macht. (Karten
gibt es HIER!)
Matthew Shipp Trio
/ Sonntag / 28. September 2003 / Bessunger Knabenschule
Cecil Taylor, ... was kommt danach, vor allem welcher junger
amerikanische Pianist tritt in seine Fußstapfen? Glaubt man den führenden
amerikanischen und europäischen Jazzkritikern, kann die Antwort nur Matthew
Shipp heißen. Seit Jahren als größtes Talent der amerikanischen
zeitgenössischen Jazzszene gehandelt, verbindet Shipp auf einzigartige
Weise den eleganten Umgang mit musikalischer Tradition und innovativer Ausgestaltung
der Möglichkeiten des Jazz. Im Trio mit dem legendären Kontrabassisten
William Parker und dem Schlagzeuger Gerald Cleaver gibt er der Great Black Music
wieder neue Impulse. (Karten
gibt es HIER!)
Ein fulminantes Doppelkonzert als Eröffnung der Konzertreihe am Freitag, eine Großbesetzung als Höhepunkt am Samstag in der Centralstation und ein Ausblick auf den zeitgenössischen Jazz der Zukunft zum Abschluss am Sonntag in der Bessunger Knabenschule versprechen drei abwechslungsreiche und faszinierende Konzertabende.
Zur Geschichte des
Darmstädter Jazzforums:
Das Darmstädter Jazzforum ist das weltweit einzige
regelmäßige Symposium zu Fragen der Jazzforschung, veranstaltet vom
größten europäischen Jazz-Informations- und -Dokumentationszentrum.
An drei Tagen gibt es Referate und Diskussionen zu ausgewählten Themen
aus dem Jazzbereich, an den Abenden wird die Thematik in Konzerten von praktischer
Seite beleuchtet. Die Referenten sind nicht nur Musikwissenschaftler, sondern
auch Soziologen, Psychologen, Literaturwissenschaftler, Kritiker, Journalisten
und vor allem immer wieder auch Musiker, die ihre eigene Sicht der Dinge darstellen.
Frühere Jazzforen beschäftigten sich beispielsweise mit Themen wie
"Jazz und Komposition", "Jazz und Sprache", "Jazz in
Europa", "Jazz in Deutschland", "Duke Ellington und die
Folgen", "Jazz und Gesellschaft".
Weitere Informationen sind erhältlich beim:
Jazzinstitut Darmstadt
Bessunger Strasse 88d
D-64285 Darmstadt
Germany
Tel. ++49 (6151) 963700
Fax ++49 (6151) 963744
e-mail: jazz@jazzinstitut.de
Website: www.jazzinstitut.de
Improvising...
8th Darmstadt Jazzforum on improvisation in jazz
25th – 28th September 2003
Everybody
can improvise, everybody has to improvise, improvisation makes a human society
possible. Only in jazz, though, improvisation became a veritable art form. The
2003 edition of the Darmstadt Jazzforum will take a look at the role of improvisation
in jazz, its impact on other musics as well as the influence it had on other
art forms and the example it can set for life in general. Invited are musicologists
to analytically look at specific examples of jazz improvisation, sociologists
to discuss the participatory ideas imbedded in improvisation, psychologists
to reflect upon what happens between members of an improvising group (in music
as well as in general life), economists to have a look at the example which
could be taken from jazz for solutions to be made in higher management, but
also musicians to question all of the above and share their own experiences
with the musical phenomenon of improvisation.
Among the participants of the 8th Darmstadt Jazzforum are:
Christopher Dell, Larry Gushee (USA), Ekkehard Jost, Peter Kleiß, Joachim
Kühn, George Lewis (USA), Thomas Mießgang, Bert Noglik, Martin Pfleiderer,
Michael Rüsenberg, Paul Steinhardt, Peter Niklas Wilson and others. The
papers are read in German or English, no simultaneous translation is provided.
The symposium from September 25th to 27th, 2003 is public and at
free entry.
Here: A complete
listing of papers and concerts as pdf-file.
Here: The complete programm
booklet of the 8th Darmstadt Jazzforum as pdf-file.
Three evening concerts will shed a practical view at the subject. Programmed for concerts at the Darmstadt venues Centralstation and Kulturzentrum Bessunger Knabenschule are:
Tickets can be ordered online HERE!
About the Darmstadt
Jazzforum:
The Darmstadt Jazzforum is a unique blend of scholarly
conference and festival organized every other year by the Jazzinstitut Darmstadt,
Europe's largest public jazz archive and highly regarded research center. The
world's only regular jazz conference centers around specific subjects which
are discussed at length during the three day symposium at Darmstadt's Literaturhaus
(fittingly situated in the former John-F.-Kennedy-Haus) by scholars from different
fields: musicologists, sociologists, psychologists, literary critics, journalists
as well as musicians, who regularly participate themselves to give their view
of the subjects under discussion. Former conferences centered around subjects
such as "Jazz and Composition", "Jazz and Language", "Jazz
in Europe", "Jazz in Germany", "Duke Ellington and what
followed", "Jazz and Society".
More information can be obtained from:
Jazzinstitut Darmstadt
Bessunger Strasse 88d
D-64285 Darmstadt
Germany
Tel. ++49 (6151) 963700
Fax ++49 (6151) 963744
e-mail: jazz@jazzinstitut.de
Website: www.jazzinstitut.de
Zeitplan / Time table:Eintritt zum Symposium: frei (Anmeldung nicht erforderlich – aber kommen Sie rechtzeitig!)
Donnerstag / Thursday (25. September): 14 Uhr bis 18 Uhr (2 PM to 6 PM)
Freitag / Friday (26. September): 10 Uhr bis 18 Uhr (10 AM to 6 PM)
Samstag / Saturday (27. September): 10 Uhr bis 18 Uhr (10 AM to 6 PM)
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Tickets...
... gibt es für alle Konzerte im Vorverkauf bei der...
Centralstation, auch über Internet: http://www.centralticket.de/ht/kalenderindex.html