Darmstadt Jazz News

1. - 31. DECEMBER 2009


Wir lesen die Morgenzeitung für Sie!
Die Presseberichte, die wir in dieser Rubrik zusammenfassen, finden sich übrigens in unserem Archiv in herkömmlicher (papierner) sowie in digitaler Form. Wenn Sie an den kompletten Artikeln zu den auf dieser Seite notierten Meldungen interessiert sind, wenden Sie sich bitte per e-mail an uns. Darüber hinaus verweisen wir auf unseren Jazz-Index, die weltweit größte computergestützte Bibliographie zum Jazz, in der neben Büchern und Zeitschriften auch aktuelle Presseberichte aus Tages- und Wochenzeitungen gelistet sind. Sie können Auszüge aus dem Jazz-Index zu bestimmten Stichworten (also beispielsweise konkreten Musikernamen) kostenlos per e-mail erhalten. Noch ein Hinweis zu den Links auf dieser Seite: Einige der verlinkten Artikel sind ohne Anmeldung nicht einsehbar; bei vielen Online-Zeitungen ist die Lektüre älterer Artikel kostenpflichtig. Bitte beachten Sie, dass die Zusammenfassungen und die Übersetzungen auf dieser Seite unsere Zusammenfassungen und Übersetzungen sind. Wenn Sie die hier gelisteten Artikel zitieren wollten, sollten Sie zu den Originalquellen greifen.

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22. Dezember 2009

Frohe Weihnachten / Happy Holidays

Es ist Weihnachten und auch wir gehen es ein wenig langsamer an, feiern mit unseren Familien, genießen das Winterwetter und den Glühwein auf den Weihnachtsmärkten. Das Jazzinstitut wird "zwischen den Jahren" geöffnet sein, aber unsere Jazznews führen wir erst im nächsten Jahr weiter. Wir wollen die Gelegenheit nutzen, uns bei den Lesern der Jazznews für Ihre Unterstützung zu bedanken, für die Dankesmails, die wir immer wieder erhalten, für Korrekturen und Ergänzungen zu den kleinen News-Artikeln, die wir alle zehn Tage verschicken. Wir freuen uns über jede Reaktion -- der ganze Service geht schließlich darauf zurück, dass wir jeden Morgen die Online-Zeitungen nach Artikeln durchsuchen, die wir fürs Archiv des Jazzinstituts elektronisch archivieren; wir hatten nie gedacht, dass dieser Service auf so viel Zustimmung stoßen würde.
Wir wünschen Euch allen / Ihnen allen frohe Feiertage und ein Glückliches Neues Jahr!
--- Wolfram Knauer, Doris Schröder, Arndt Weidler und das Team des Jazzinstituts Darmstadt

It's Christmas, and we, too, take it a little slower, see our families, enjoy the winter weather and the spicy Gluehwein you get at every Christmas market. The Jazzinstitut will be open "between the years" (as we call the time between Christmas and New Year in Germany), but we will only start our Jazz News again in the New Year. We want to take this opportunity, though, to thank all of our readers for their support, for their thank-you-notes, for corrections or additions to the little news items we provide here. They mean a lot to us -- after all, this service grew mostly out of our daily routine of scanning the online newspapers for information to be stored electronically for our archive; we never thought it would be appreciated as much as it is.
We wish all of you happy holidays and a Happy New Year!
--- Wolfram Knauer, Doris Schröder, Arndt Weidler and the team of the Jazzinstitut Darmstadt

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21. Dezember 2009

Wynton Marsalis and "What is Jazz?"

Ein Jazzfan hatte während eines Konzerts des Saxophonisten Larry Ochs die Polizei gerufen, weil er fand, dass die Musik nichts mit Jazz zu tun habe, wie wir am 12. Dezember in unseren Jazznews berichteten. Jetzt hat Wynton Marsalis die Zeitung The Guardian kontaktiert, um herauszufinden, wer der jazzliebende Purist war, dem er gern "ein Dankesschreiben und ein Paket mit den meisten Aufnahmen aus seinem Katalog" schicken würde. Der Guardian recherchierte, fand aber nur heraus, dass der Fan offenbar "Rafael" oder "Ramon" mit Vornamen hieß. Nun ruft die Zeitung, mit leichtem Augenzwinkern, auf: "Hier ist unsere Botschaft an Sie: Wynton Marsalis, ein Mann, den Sie zweifellos bewundern, findet, dass Sie wunderbar sind. Er will Ihnen seinen gesamten Katalog zusenden einschließlich seines musikalischen Oratoriums Blood on The Fields, für das er 1997 den Pulitzerpreis erhielt." Michael Simkins nimmt die spanische Geschichte zum Anlass zu fragen, was eigentlich Jazz ausmache und wer denn diese Musik wirklich noch zu schätzen wisse (The National Newspaper). Er erinnert sich an seine Lieblingsszene aus den Simpsons, in der ein Neonschild über der Tür des Jazzsenders in Springfield zu sehen ist: “Jazz 24 Stunden am Tag -- 138 Amerikaner können sich nicht irren!” und bemitleidet den "armen spanischen Richter", der im Fall Ochs gegen Jazz zu entscheiden hat. PS: The Guardian war erfolgreich und hat den Fan gefunden. Sein Name ist Rafael Gisbert, wie die Zeitung berichtet, und der fühle sich geehrt, dass ein großer Jazzer ihn bei seinem Bemühen unterstütze, sein Geld zurückzuerhalten (The Guardian). Marsalis' Publicity-Department rudert derweil zurück: Der Trompeter habe nie gewollt, dass seine Suche publik würde. Er hatte die Diskussionen wohl nicht vorausgesehen, mutmaßt The Guardian, die seine Reaktion in der Jazzwelt auslösten, nicht zuletzt bei Larry Ochs und seinen Musikern, die Marsalis nun billige Publicity vorwerfen. Aber bald ist Weihnachten: Gisbert kriegt sein Geschenk und auch im Jazz zieht hoffentlich wieder Frieden ein.

A jazz fan had called the police during a concert of saxophonist Larry Ochs questioning that the music played had anything to do with jazz, as we had reported in our Jazz News on December 12th. Now Wynton Marsalis contacted The Guardian asking to find the purist fan because he "would like to send this 'fan' a letter of gratitude and a package including most of his catalogue". The Guardian did some research, but only found out that the jazz fan's name is something like "Rafael" or "Ramon". The Guardian concludes, tongue-in-cheek: "The message is this: Wynton Marsalis, a man you undoubtedly admire, thinks you are wonderful. He wants to send you his entire catalogue of recordings, including his 1997 Pulitzer prize for music oratorio, Blood on The Fields." At the same time, Michael Simkins takes up the story and asks, what does really constitute jazz and who does really appreciate it? (The National Newspaper). He remembers his favorite moment in The Simpsons which featured a neon sign over the door of Springfield’s jazz radio station: “Jazz 24 hours a day -- 138 Americans Can’t Be Wrong!” and feels a bit sorry for the "poor Spanish judge" who will have to decide the case of Ochs vs. jazz. PS: The Guardian was successful and found the fan. His name is Rafael Gisbert, as the paper reports, and he feels honored that a great jazzman supported him to get his money back The Guardian. Marsalis' publicity department meanwhile backpedals: He never wanted his search to become public. He probably did not foresee the discussions shaking the jazz world, speculates The Guardian, not least of Larry Ochs and the musicians of his band who accuse Marsalis of seeking cheap publicity. But this is the time of Christmas; Gisbert got his present and hopefully the land of jazz will see some peace, too.

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20. Dezember 2009

Lila Eule

Der Club "Lila Eule in Bremen öffnete am 27. Dezember 1959, also genau vor 50 Jahren, seine Pforten, wie Bernd Meier berichtet (Weser Kurier). Bald wurde er ein angesagter Jazzclub, in dem vor allem die Musiker des traditionellen und New-Orleans-Jazz reinschauten, etwa Ken Colyer, Acker Bilk oder Chris Barber, nachdem sie ihre Konzerte im Bremer Konzertsaal "Glocke" beendet hatten. In den späten 1960er Jahren kam auch Kabarett, Rock und Beatmusik auf die Bühne, außerdem politische Events, etwa, als Rudi Dutschke im November 1967 in der Lila Eule einen Vortrag hielt. Meier lässt die moderneren und Avantgarde-Ensembles außer Acht, die in den 1960er und 1970er Jahren ebenfalls im Club auftraten, Jan Garbarek zum Beispiel oder Steve Lacy, Chris McGregor oder Peter Brötzmann, der 1968 immerhin sein Album "Machine Gun" in der Lila Eule aufnahm. 2001 schloss das Lokal für ein Dreivierteljahr, eröffnete dann wieder, erst "mit einer Art republikanischem Club, einer Mischung aus Musik und regelmäßigen politischen Diskussionen mit Gästen", dann vor allem als Tanzlokal, in dem nur noch zwei- bis dreimal im Monat Livemusik stattfindet. Radio Bremen übrigens hat eine knapp neunminütige Filmdokumentation zum Club online gestellt. Dort trank man eine Weile Apfelsaft mit Rotwein, erfahren wir, und Ben Webster rutschte an einem Abend die Hose runter, während er eine Bremerin anschmachtete.

The club "Lila Eule" (Purple Owl) in Bremen first opened its doors on December 27th, 1959, i.e. 50 years ago, as Bernd Meier reports (Weser Kurier). Soon it became a popular jazz club featuring mostly traditional and New Orleans jazz, and musicians such as Ken Colyer, Acker Bilk or Chris Barber performed there after their gig in Bremen's concert hall Glocke. In the late 1960s the club featured cabaret, rock and beat music besides the usual jazz; it also organized political events such as when student leader Rudi Dutschke gave a talk there in November 1967. Meier does not report about some of the more modern, even avant-garde musicians playing the club in the 1960s, musicians such as Jan Garbarek, Steve Lacy, Chris McGregor or Peter Brötzmann who in 1968 recorded his album "Machine Gun" in the club. In 2001 the Lila Eule closed for nine months, then re-opened, first as a venue featuring music plus political discussions, then as a dance club featuring live music only two to three times a month. Radio Bremen, by the way, has put a nine minute film documentary about the club online. People used to drink apple juice mixed with red wine, we learn, and one night Ben Webster nearly lost his pants while he flirted extensively with a Bremen girl.

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19. Dezember 2009

Reichlich Weiblich

Vor 25 Jahren gründeten zwölf Musikerinnen Deutschlands erste Frauen-Bigband "Reichlich Weiblich", wie Hans Hielscher berichtet (Spiegel Online). Sie spielten auf Festivals in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und der Schweiz, nahmen nur ein einziges Album auf und lösten sich 1989 auf. Viele der Bandmitglieder aber gingen ihren Weg im Jazz weiter, darunter die Pianistin Ulrike Haage, die Saxophonistinnen Ilona Haberkamp (Henz) und Sybille Pomorin oder die Trompeterin Iris Kramer (Timmermann). Die Bassistin der Band Barbara Buchholtz wechselte später zum Theremin und erreichte am letzten Samstag das Halbfinale der populären Fernsehshow "Das Supertalent", bei dem die Kandidaten mehr oder weniger ungewöhnliche Fähigkeiten vorführen.

25 years ago twelve female musicians established Germany's first female big band "Reichlich Weiblich" (Quite Female), as Hans Hielscher reports (Spiegel Online). It played festivals in Germany, France, the Netherlands and Switzerland, recorded only one album and folded in 1989. Many of its members continued on their way as jazz musicians, pianist Ulrike Haage, saxophonists Ilona Haberkamp (Henz) and Sybille Pomorin or the trumpeter Iris Kramer (Timmermann). The former bassist Barbara Buchholz later changed her instrument to theremin and last Saturday made the semi final of the popular German TV show "Das Supertalent" in which the candidates present their more or less unusual abilities.

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18. Dezember 2009

Olaf Kübler

Der Saxophonist Olaf Kübler verklagte seinen früheren Bandleader und Freund Udo Lindenberg auf Mitautorenschaft an vielen der erfolgreichen Texte des "Panikrockers", wie Daniel Herder berichtet (Hamburger Abendblatt). 1981 hatte Kübler einen ähnlichen gerichtlichen Streit gewonnen. Er behauptet, dass Lindenbergs spezifische Sprache auf seinen eigenen verbalen Erfindungen basiere. Lindenberg räumt ein, dass Kübler eine Inspiration für ihn gewesen sei, mehr aber nicht. Die Sprüche hätten damals doch in der Luft gelegen; er habe sie "dann verdichtet und wie ein Mosaik zusammengefügt -- jedoch nicht mit Kübler". Der Richter machte deutlich, dass er Küblers Argumenten nicht ganz folgen mochte und wird sein Urteil Ende Januar verkünden.

The German saxophonist Olaf Kübler sued his former bandleader and friend Udo Lindenberg, a popular singer since the 1970s to be acknowledged as co-author of some of Lindenberg's most successful songs, as Daniel Herder reports (Hamburger Abendblatt). In 1981 a similar lawsuit had been successful for Kübler. Kübler insists that the specific Lindenberg slang actually is based on his own inventions. Lindenberg acknowledges that Kübler had been an inspiration, but not more. The specific Lindenberg slang came from many different sources, from a use of language of the time, not out of collaboration with Kübler, he says. The judge made clear that he didn't quite see Kübler's side of the matter and will issue his verdict in late January.

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17. Dezember 2009

Oscar Treadwell

Die Public Library of Cincinnati hat den legendären Jazz-Radiomoderator Oscar Treadwell geehrt, der der Bibliothek 1994 Mitschnitte vieler seiner Shows auf Kassetten und CDs geschenkt hatte, wie Steve Kemme berichtet (Cincinnati Enquirer). Um Treadwell, dessen Name eigentlich Arthur Pedersen war und der tagsüber als Industriekaufmann und -berater arbeitete, zu feiern, hat die Bibliothek eine CD mit dem Titel "O.T. A Celebration of Oscar Treadwell" herausgebracht. Der 2006 verstorbene Treadwell war von 1946 bis 1953 festangestellter Rundfunkmoderator in Philadelphia gewesen und wurde durch Kompositionen wie Charlie Parkers "An Oscar for Treadwell" oder Wardell Grays "Treadin' with Treadwell" verewigt. Viele seiner Shows aus den Jahren 1975 bis 2005 kann man online auf der Website des Senders WVXU 91.7 Cincinnati hören.

The Public Library of Cincinnati honored the legendary radio DJ Oscar Treadwell who had donated many of his radio shows on cassettes and CDs to the library in 1994, as Steve Kemme reports (Cincinnati Enquirer). To celebrate Treadwell whose real name was Arthur Pedersen and who worked as an industrial salesman and consultant in his day-to-day life, the library released a new CD called "O.T. A Celebration of Oscar Treadwell". Treadwell who died in 2006 had been a full-time radio announcer in Philadelphia from 1946 to 1953, and was immortalized by compositions such as Charlie Parker's "An Oscar for Treadwell or Wardell Gray's "Treadin' With Treadwell". Many of his shows from 1975 until 2005 can be listened to online on the website of WVXU 91.7 Cincinnati.

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16. Dezember 2009

Miles Davis

Das House of Representatives der Vereinigten Staaten stimmte in Resolution H.Res.894 einstimmig dafür, den 50sten Jahrestag der Aufnahme von Miles Davis' Album "Kind of Blue" zu würdigen und nochmals die Bedeutung des Jazz als einen nationalen Kulturschatz zu bekräftigen (San Francisco Chronicle). Die gesamte Vorlage, die von John Conyers aus Michigan eingebracht wurde, ist auf der Website der Library of Congress einzusehen.

Bibliography Jazz Index: Literaturliste zu Miles Davis.

The US House of Representatives voted in resolution H.Res.894 to honor the 50th anniversary of the recording of Miles Davis' album "Kind of Blue" and reaffirm jazz as a national treasure (San Francisco Chronicle). The complete bill sponsored by Rep. John Conyers from Michigan can be read on the website of the Library of Congress.

Bibliography Jazz Index: Bibliography on Miles Davis.

 

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15. Dezember 2009

Curtis Fuller

Franziska Buhre unterhält sich aus Anlass seines heutigen 75sten Geburtstags mit dem Posaunisten Curtis Fuller (die tageszeitung). Er würde sich wünschen, sagt dieser, dass jedes Konzert der Jazz Messengers aufgenommen worden wäre, weil sie so ungemein geswingt hatten. Er erklärt, wie man eine gute Setliste zusammenstellt und wie man ein gutes Repertoire für seine Band findet. Dann erinnert sich Fuller an John Coltranes Album "Blue Train", bei dem er selbst mitgewirkt hatte. Er findet dass viel von der Musik, die heuzutage auf Jazzfestivals zu hören sei, kein Jazz sein. Wie sollten junge Musiker an den Jazz herangehen? "Ich versuche zuzuhören und das erwarte ich auch von den Menschen in meiner Band."

Bibliography Jazz Index: Literaturliste zu Curtis Fuller.

Franziska Buhre talks to the trombonist Curtis Fuller who celebrates his 75th birthday today (die tageszeitung). He tells her that he wishes every concert with the Jazz Messengers had been recorded, as the band always produced such immense swing. He talks about how to put together a good set list, hot to find a good repertoire for a band. Fuller reminisces about John Coltrane and his album "Blue Train" on which he was present. He feels that a lot of music that is being played at jazz festivals today is not jazz. How should young musicians approach this music today? "I try to listen and that's what I expect from the guys in my band."

Bibliography Jazz Index: Bibliography on Curtis Fuller.

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14. Dezember 2009

World Jazz Awards

Wir haben noch nie von der "in den USA beheimateten World Jazz Awards Company" gehört, die ihren ersten World Jazz Awards-Event im nächsten November eventuell in Vietnam plant (Vietnam News). Die Organisatoren hätten zuvor bereits Dubai und Singapur bereist und würden sich noch Perth, Australien, als potentielle Austragungsorte ansehen. Sie erwarten mehr als 200 Musiker und fünftausend Zuschauer. Scheinbar ist auch ein amerikanischer Reiseveranstalter involviert. Der kurze Artikel erwähnt nichts über musikalische Fragen der Veranstaltung und auch nicht, was genau den Award ausmacht und wie die Entscheidungsfindung über die Preisträger vonstatten gehen soll. Ihr Urteil über das potentielle Gastgeberland: "In Vietnam ist alles wirklich richtig billig."

We have never really heard of the "US-based World Jazz Awards Company", but there you are: It might organize the first-ever World Jazz Awards event next November in Vietnam (Vietnam News). The organizers have reportedly also looked at Dubai and Singapore and will still look at Perth, Australia as possible locations. They expect more than 200 musicians and five thousand spectators. It seems that a US-based travel firm is involved as well. Musical aspects of the event or any other information, for instance what exactly this award will be or how the organizers will arrive at decisions about whom to give it to are not mentioned. But we learn what might make them favor their potential host country: "Things are cheap in Viet Nam".

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13. Dezember 2009

B.B. King

Der 84jährige Bluesmeister B.B. King hat letzten Freitag im Mirage Hotel und Kasino den fünften Club, der seinen Namen trägt, eröffnet, wie Robin Leach berichtet (Las Vegas Sun). Bei der Eröffnung spielten Musiker wie Willie Nelson und Ruby Wilson. B.B. King selbst hatte eigentlich geplant, nur kurz auf die Bühne zu kommen, spielte dann aber eine volle Stunde. King sagt, "er lebe nun schon seit 30 Jahren in Las Vegas, aber jetzt sei er endlich auf dem Strip zu Hause".

Bibliography Jazz Index: Literaturliste zu B.B. King.

84 year old blues maestro B.B. King opened the fifth club bearing his name last Friday in Las Vegas' The Mirage hotel and casino, as Robin Leach reports (Las Vegas Sun). Opening night featured musicians such as Willie Nelson and Ruby Wilson. B.B. King himself had only planned to perform for a few moments but ended up playing for one hour. King says "he’d lived in Las Vegas for 30 years, yet finally now had a home on the Strip".

Bibliography Jazz Index: Bibliography on B.B. King.

 

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12. Dezember 2009

Larry Ochs

Der Saxophonist Larry Ochs trat mit seiner Band Sax and Drumming Core bei einem Jazzfestival in Sigüenza in Zentralspanien auf, als ein Zuhörer im Publikum die Polizei rief, weil "sein Doktor ihn gewarnt habe, es sei 'psychologisch nicht ratsam' für ihn irgendetwas zu hören, das auch nur entfernt wie zeitgenössische Musik klinge", wie Giles Tremlett berichtet (The Guardian). Die Beamten hörten sich einen Teil des Konzerts an und urteilten, "dass der Purist tatsächlich einen Fall habe. Seine Beschwerde gegen die Veranstalter, die die Rückgabe des Eintrittsgeldes verweigerte, wurde zu Protokoll genommen und an ein Gericht weitergeleitet". Och nahm alles mit Humor. Er erlitt zwar eine "angeblich eine vorübergehende Identitätskrise", meinte dann aber: "Wenigstens habe ich meinen Enkeln mal etwas zu erzählen.

Bibliography

Jazz Index: Literaturliste zu Larry Ochs.
Jazz Index: Literaturliste zu Rova Saxophone Quartet.

The saxophonist Larry Ochs performed with his Sax and Drumming Core group at a jazz festival in Sigüenza in central Spain when a listener in the audience called the police claiming that "his doctor had warned it was 'psychologically inadvisable' for him to listen to anything that could be mistaken for mere contemporary music", as Giles Tremlett reports (The Guardian). The police listened to Ochs and agreed "that the purist might, indeed, have a case. His complaint against the organizers, who refused to return his money, was duly registered and will be passed on to a judge." Ochs took it all with a sense of humor. He "reportedly suffered a momentary identity crisis", but then concluded, "After this I will at least have a story to tell my grandchildren."

Bibliography

Jazz Index: Bibliography on Larry Ochs.
Jazz Index: Bibliography on Rova Saxophone Quartet.

 

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11. Dezember 2009

Regina Carter

Die Geigerin Regina Carter spricht mit Peter B. King über ihr jüngstes Programm und ihre neuste CD mit dem Titel "Reverse Thread", auf der sie Volksmusik und volksmusikartige Melodien aus Afrika spielt (Pittsburgh Post-Gazette). Sie erzählt, wie ihr bei den Vorbereitungen auf das Album klar wurde, wie stark die Kulturen Afrikas sich gegenseitig beeinflusst hätten. Sie hatte das Album selbst finanziert, nachdem sie vor drei Jahren eine MacArthur Fellowship erhalten hatte, deren Dotierung in Höhe von 500.000 Dollar es ihr ermöglichten, herauszufinden, in welche Richtung sie mit ihrer Musik gehen wollte. Carters erste Einflüsse im Jazz seien die Geiger Noel Pointer, Jean Luc Ponty und Stephane Grappelli gewesen. 2001 war sie die erste Jazzgeigerin, die die legendäre Guarnieri-Violine spielte, die einst Niccolo Paganini gehört hatte. Sie hatte sich gegen Widerstände bei ihrem Plattenlabel Verve durchzusetzen, um das daraus resultierende Album "Paganini. After a Dream" zu realisieren, aber ihre Entschiedenheit machte die CD zu einem Erfolg, auch wenn sie für einige der PR-Maßnahmen selbst zahlen musste. Außerdem erzählt sie, wie der Bassist Ray Brown ihr nicht nur musikalische Ratschläge gegeben habe, sondern sie auch auf die Notwendigkeit hingewiesen habe, als Jazzmusiker finanziell unabhängig zu sein.

Bibliography Jazz Index: Literaturliste zu Regina Carter.

The violinist Regina Carter talks to Peter B. King about her current program and newest CD entitled "Reverse Thread" in which she plays folk- and folk-like melodies from the African diasporas (Pittsburgh Post-Gazette). She explains how the preparations made her aware of cross influences of the different African cultures. She funded the record herself, after she had been awarded a MacArthur Fellowship for $500,000 three years ago which gave her the freedom to find out which way she wanted to go with her music. Carter's first jazz influences were the violinists Noel Pointer, Jean Luc Ponty and Stephane Grappelli. In 2001, she was the first jazz musician to play a Guarnieri violin once played by Niccolo Paganini. She struggled with her record label Verve about the resulting album "Paganini. After a Dream", but her determination, even if she had to pay for some PR measures herself, made the CD a success. She tells about how the bassist Ray Brown gave her instructions not just in regard to the music but also in regard to her securing financial stability.

Bibliography Jazz Index: Bibliography on Regina Carter.

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10. Dezember 2009

Earl Hines

"Die Schenkung des Nachlasses von Jazzpianist Earl 'Fatha' Hines an die University of California, Berkeley, wird hochtalentierte einkommensschwache Studenten mit kostenlosem Musikunterricht versorgen, außerdem die Musikbibliothek des Campus um Hines' Papiere, Kompositionen und Erinnerungsstücke bereichern", schreibt José Rodríguez (UC Berkeley News). Hines' Sammlung wird der Grundstein eines neuen Archivs zu afro-amerikanischer Musik werden. Die Sammlung umfasst Notenarrangements, die Hines sowohl für seine Bigband wie auch für kleinere Ensembles nutzte, Erinnerungsstücke, Korrespondenz, biographisches Material, aber auch seine Bühnenkleidung oder "auffallend schicke Manschettenknöpfe". Der finanzielle Anteil des Hines-Nachlasses, "mehr als $257.900", wird den Earl "Fatha" Hines Young Musicians Development Fund unterstützen, außerdem die Bestellung Künstlern als Gastdozenten für den Sommer ermöglichen. An der Entscheidung über die Übergabe wirkte entscheidend Olly Wilson mit, selbst ein angesehener Komponist, emeritierter Professor und Mitverwalter des Nachlasses. Eine kurze Notiz über die Schenkung findet sich auch in der Los Angeles Times.

Bibliography Jazz Index: Literaturliste zu Earl Hines.

"The gift to the University of California, Berkeley, of the bulk of famous jazz pianist Earl 'Fatha' Hines' estate will provide exceptionally gifted low-income students with free musical instruction and the campus's music library with his collection of papers, compositions and memorabilia", writes José Rodríguez (UC Berkeley News). Hines' collection will become the cornerstone of a new archive of African American music. The collection comprises charts used by Hines several big and small bands as well as memorabilia, correspondence, biographical material, but also his stage costumes and his "fancy cufflinks". The monetary gift coming with the Earl Hines estate, "in excess of $257,900", will support the Earl "Fatha" Hines Young Musicians Development Fund and fund visiting guest artists teaching at UC Berkeley during the summer. Instrumental in securing the estate for the University was Olly Wilson, composer, Professor Emeritus and co-administrator of the estate. A short note on the gift to UC Berkeley can also be found in the Los Angeles Times.

Bibliography Jazz Index: Bibliography on Earl Hines.

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9. Dezember 2009

Fela Antikulapo Kuti

Der britische Künstler und Filmregisseur Steve McQueen wird eine Filmbiographie über den nigerianischen Saxophonisten Fela Kuti drehen, wie Ben Child berichtet (The Guardian), wobei er sich auf einen Artikel in Variety bezieht. Produzent James Schamus sieht Fela als "den weltweit einflussreichsten Popkünstler neben den Beatles in den letzten 50 Jahren". McQueen erhielt 1999 als Bildender Künstler den Turner Prize und 2008 für sein Regiedebut "Hunger" die Goldene Kamera in Cannes.

British artist-turned-director Steve McQueen has signed up to direct a biopic of the Nigerian saxophonist Fela Kuti, as Ben Child reports (The Guardian), based upon an article in Variety. Producer James Schamus sees Fela as "the most globally influential pop artist outside the Beatles in the last 50 years". McQueen had earned a Turner prize as an artist in 1999 and the Golden Camera Award at Cannes in 2008 for his debut film "Hunger".

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8. Dezember 2009

Torrie Zito (Piano, Arranger)
(b: 12.Oct.1933, Utica/NY; d: 3.Dec.2009, New York)

Der Pianist und Arrangeur Torrie Zito starb im Alter von 76 Jahren in New York. In seinen 20ern nahm er Unterricht an der Manhattan School of Music, spielte anfangs Bebop-Klavier im Stil von Bud Powell, machte sich dann aber vor allem als Arrangeur einen Namen, der ein besonders gutes Händchen für Streicherarrangements besaß. Er arbeitete mit James Moody am Album "Moody With Strings" (1961) und mit Herbie Mann am "Herbie Mann String Album" (1967), sowie vor allem mit Vokalisten wie Perry Como, Tony Bennett, Liza Minelli, Morgana King und seiner Ehefrau, Helen Merrill. Nachruf: New York Times.

Bibliography Jazz Index: Literaturliste zu Torrie Zito.

The pianist and arranger Torrie Zito died in New York at the age of 76. He took classes at the Manhattan School of Music in his 20s, started out as a bebop pianist in the style of Bud Powell, but soon became more prominent as an arranger and orchestrator, "with a special flair for string writing". He worked with James Moody on the album "Moody With Strings" (1961) and with Herbie Mann on "The Herbie Mann String Album" (1967), and especially with singers such as Perry Como, Tony Bennett, Liza Minelli, Morgana King and his wife, Helen Merrill. Obituary: New York Times.

Bibliography Jazz Index: Bibliography on Torrie Zito.

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6. Dezember 2009

Dave Brubeck

Ann Gerhart spricht mit Dave Brubeck kurz vor seinem 89sten Geburtstag und befindet, dass der Pianist trotz seines Alters nach wie vor ein offener Mensch sei, der musikalischen Herausforderungen nicht aus dem Wege gehe (The Washington Post). Zusammen mit seinem Sohn Christopher arbeite Brubeck momentan an einer Komposition, die ein Multimedia-Projekt über den Fotografen Ansel Adams begleiten und im Februar vom Baltimore Symphony Orchestra uraufgeführt werden solle. Gerhart berichtet von den Kennedy Center Honors, die Brubeck kürzlich entgegennahm und dass ihm besonders gefallen habe, dass er die Ehrung aus den Händen von Präsident Obama erhielt, dessen Vater, wie Obama in seiner Autobiographie schreibt, den zehnjährigen Barack einst mit zu einem Brubeck-Konzert in Honolulu genommen habe. Gerhart spricht mit Brubeck über seine Karriere, seine Frau Iola, und sie besucht einen Abend im Dakota Club in Downtown-Minneapolis und beschreibt die Kreativität und die vielen musikalischen Überraschungen, die Brubeck und seine Band bis zum heutigen Tag antreiben. Die Kennedy Center Honors Show wird am 29. Dezember auf CBS übertragen.

Bibliography Jazz Index: Literaturliste zu Dave Brubeck.

Ann Gerhart talks to Dave Brubeck on the eve of his 89th birthday and finds him to be, despite his age, an open person always up for a musical challenge (The Washington Post). Together with his son Christopher, Brubeck is currently working on a score for a multimedia work about the photographer Ansel Adams to be premiered by the Baltimore Symphony in February. Gerhart writes about Brubeck receiving the Kennedy Center Honors and how he finds "special pleasure in the symmetry of receiving his honor from President Obama, whose father, as Obama wrote in his memoir, took the 10-year-old Barack to a Brubeck concert in Honolulu". She talks to Brubeck about his career, his wife Iola, and she attends a performance at the Dakota club in downtown Minneapolis and describes the creativity and surprise present in the music of Brubeck and his band to this day. The Kennedy Center Honors Show will air nationwide on December 29th.

Bibliography Jazz Index: Bibliography on Dave Brubeck.

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5. Dezember 2009

Musikalische Bänker / Musical Bankers

Christian Siedenbiedel berichtet über musikalische Bänker wie den früheren Chef der Deutschen Börse und Hammond-Organisten Werner Seifert oder Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, der zur Entspannung gern Klavier spiele, und erwähnt auch andere musikalische Manager wie IDS-Scheer-Gründer August-Wilhelm Scheer, Ex-DWS-Chef Axel Benkner und die "beiden ambitionierten Hobby-Instrumentalisten Jürgen Schrempp (Trompete) und Hans-Olaf Henkel (Saxophon)" (Frankfurter Allgemeine Zeitung).

Christian Siedenbiegel reports about musical bankers such as the former boss of the German Stock Exchange and Hammond organ player Werner Seifert or the Deutsche Bank boss Josef Ackermann who likes to play the piano to relax, and also names musical managers such as IDS Scheer founder August Wilhelm Scheer, former DWS boss Axel Benkner and the "two ambitioned hobby instrumentalists Jürgen Schrempp (trumpet) and Hans-Olaf Henkel (saxophone)" (Frankfurter Allgemeine Zeitung).

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3. Dezember 2009

Grammy Nominations

Chris Barton berichtet über die für einen Grammy nominierten Jazzalben, unter ihnen Allen Toussaint's "The Bright Mississippi", John Patitucci's "Remembrance", ein Gary Burton / Pat Metheny Album, Chick Coreas und John McLaughlins "Five Peace Band Live", Mike Sterns "Big Neighborhood", Stefon Harris' "Urbanus", Julian Lages "Sounding Point" sowie Joe Zawinuls "75" (Los Angeles Times).

Chris Barton reports about the Grammy jazz nominations, among them Allen Toussaint's "The Bright Mississippi", John Patitucci's "Remembrance", a Gary Burton / Pat Metheny album, Chick Corea's and John McLaughlin's "Five Peace Band Live", Mike Stern's "Big Neighborhood", Stefon Harris' "Urbanus", Julian Lage's "Sounding Point" as well as the late Joe Zawinul's "75" (Los Angeles Times).

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1. Dezember 2009

Miles Davis

Die Cite de la Musique in Paris erlaubt dieser Tage eine faszinierende Reise in das Leben, die Musik und die Persönlichkeit Miles Davis'. Die Ausstellung mit dem Titel "We Want Miles" umfasst zwei Stockwerke voll mit Material, das sich auf Miles bezieht: Klangkabinen, in denen man Musik aus den verschiedenen Schaffensperioden seines Lebens hören kann, seltene Filmausschnitte von Konzerten oder Interviews, in denen er über seine Musik spricht, seine Kleidung und Gemälde, vieler seiner Instrumente, originale Notenblätter etlicher Aufnahmesessions, einschließlich der legendären Capitol-Nonett-Aufnahmen von 1949, sowie handschriftliche Notizen über die Aufnahmesitzungen, die oft von seinem langjährigen Produzenten Teo Macero stammen. Dem Kurator der Ausstellung Vincent Bessières und seinen Mitarbeitern von der Cité de la Musique ist es gelungen, ein wenig vom Geist des Trompeters einzufangen, den Besucher langsam in Miles' Welt eintauchen zu lassen. Sie zeichnen seine musikalische und persönliche Entwicklung über die Jahre in Saal nach Saal nach und geben selbst seinem Rückzug von Musik und Öffentlichkeit in den späten 1970er Jahren einen eigenen Raum: einen dunklen Durchgang mit wenigen Dokumenten an den schwarzen Wänden, die knappe Einblicke in seine Probleme der Zeit geben. Am Anfang der Ausstellung mag man noch meinen, dieses Foto sei einem doch eh bekannt, diese Platten ebenfalls oder jener Zeitungsartikel. Mehr und mehr aber wird man in den Sog der Ausstellung gezogen und erlebt bestimmte Phasen in Miles' Entwicklung anders als man sie zuvor erlebt hat, einfach durch die Art und Weise, wie die Ausstellungsstücke einander gegenübergestellt sind, wie die Musik aus den Klangkabinen, die Videos und all die anderen Dokumente einander ergänzen und einen die Musik und das Leben von Miles Davis neu entdecken, neu sehen, neu hören lassen. Die Ausstellung in Paris kann noch bis zum 17. Januar gesehen werden, vom 30. April bis zum 29. August 2010 ist sie dann im Montréal Museum of Fine Arts zu sehen. Ein Ausstellungskatalog mit einem ausführlichen Text von Franck Bergerot ist auf Fanzösisch und ab April 2010 auch auf Englisch erhältlich.

Bibliography Jazz Index: Literaturliste zu Miles Davis.

The Cite de la Musique in Paris offers a fascinating journey into the life, music and personality of Miles Davis entitled "We Want Miles". The exhibition consists of two large floors of material relating to Miles, including sound booths, in which one can hear music from the different periods in his life, rare footage both of him playing and of him talking about his music, his clothes and paintings, of course his instruments over the years, original scores of the music including his legendary 1949 Capitol nonet recordings, as well as handwritten or typed notes about recording sessions, often by or to his long-time producer Teo Macero. Curator Vincent Bessières and the people from the Coté de la Musique managed to capture some of the spirit, to make one slowly dive into Miles' world. They managed to sketch his musical and personal development in room after room, and even his drawing back from the public and music got its own room, a dark corridor, black and with only a few documents on the wall shedding light on his problems during those years. Starting the tour of the exhibition one might still think, Oh yes, I know that photo, I know that recording, I know that article, but more and more one is drawn into the magic of the exhibition and experiences certain phases of Miles' music and his development different from how one knew them before, simply by the way the exhibition material is juxtaposed, how the sounds from the booths, the videos and so much else relate to each other, made one re-examine this or that, look closer, listen closer, watch closer. The exhibition in Paris can be seen until January 17th, it will be at the Montréal Museum of Fine Arts from April 30th to August 29th, 2010. An exhibition catalogues written mostly by Franck Bergerot is available in French and from April 2010 also in English.

Bibliography Jazz Index: Bibliography on Miles Davis.

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