Jazzbrief aus Darmstadt
Jazzletter from Darmstadt

November 2007


"Der Jazzbrief" hieß eine Publikation, die Aktivitäten des Jazzinstituts Darmstadt beleuchtete, kleinere Beiträge publizierte, die sich aus der täglichen Arbeit des Jazzinstituts ergaben. Wir haben uns entschlossen, den Jazzbrief fürs erste elektronisch fortzuführen. Hier wollen wir Gedanken und Diskussionen öffentlich machen, die wir im Jazzinstitut führen, laden alle Leser dazu ein, sich an diesen Diskussionen zu beteiligen und uns ihre eigene Meinung mitzuteilen. Wir berichten über Sammlungszuwächse und sonstige Aktivitäten. Es handelt sich bei den Beiträgen auf dieser Seite nirgends um feststehende "Wahrheiten" über den Jazz, sondern um eine Sammlung von Notizen, Gedanken und Diskussionsbeiträgen.

"The Jazzletter" was a publication in which the Jazzinstitut Darmstadt reported about some of its activities and published short essays, results from the daily work at the Jazzinstitut. We decided to continue the Jazzletter electronically, publishing some of our thoughts and internal discussions and inviting everyone to participate and tell us what they think. We also report about additions to the jazz collection of the Jazzinstitut and other acitivities. This is a collection of notes, thoughts and discussions more than a statement of "truths" about jazz.


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Jazz ... ist keine Musik (3) / Jazz ... is no music (3)
Ein Apfel wie ein Parker-Solo / An Apple like a Parker solo

ApfelIn der Septemberausgabe unseres Jazzbriefes berichteten wir über einen Apfel, der den Namen "Jazz" trägt. Hintergrundinformation besaßen wir nicht, erhielten sie aber jetzt vom Journalisten Martin Laurentius, der uns folgende Erklärung nachreichte und uns gestattete, diese hier zu veröffentlichen:

"Vor sicher fünf oder sechs Jahren haben Christian Broecking und ich diesen Jazzapfel bereits entdeckt – und zwar an einem Obststand auf der Frankfurter Zeil. Nach einem Gespräch mit dem Händler habe ich dann den europäischen Großhändler kontaktiert, der mir den Namen und die Mailadresse des Züchters in Neuseeland gab. Mit ihm habe ich dann eine E-Mail-Konversation gehabt, weil ich wissen wollte, warum er diesen Apfel Jazz genannt hat. Er ist jedenfalls Jazzfan und sagte sinngemäß, dass er den Apfel deshalb Jazz genannt habe, weil er so spritzig schmecke wie ein Parker-Solo klinge. Ob der Apfel aber nur dann swingt, wenn der Wind in die Äste fährt, oder ob ihm vielleicht eine besondere Mikromolekularstruktur innewohnt, die sozusagen das jazzmusikalische Genmaterial in sich trägt, darauf bekam ich aber nur ein lautes, allerdings virtuelles Lachen zurück. Ich hab’s damals in den News [der Zeitschrift Jazz thing] gebracht, leider liegen ein Absturz und ein neuer Rechner dazwischen, sodass ich diesen Abschnitt nicht mehr finde. Weil Jazz thing auf der Kölner Popkomm am Stand immer Äpfel und Bananen ausliegen hatte, habe ich gefragt, ob er nicht ein oder zwei Kisten sponsorn möchte. Was leider daran scheiterte, dass Neuseuland 'down under' liegt, die Jahreszeiten also umgekehrt zu Europa laufen."

Wir sehen: Auch dort, wo Jazz manchmal nicht Musik ist, spielt die Musik eine wichtige Rolle ... Wir sammeln weiter.
... Teil 1 im September-Jazzbrief; Teil 2 im Oktober-Jazzbrief, Teil 4, der von Spionen und Vierradfahrzeugen handelt im Jazzbrief vom Januar 2011.

In the September edition of our Jazzletter we reported about an apple by the name of "Jazz". We didn't know much else but now received some background information from the journalist Martin Laurentius who permitted us to publish his letter:

"About five or six years ago Christian Broecking and me discovered this 'jazz' apple – at a fruit stand on the Frankfurt shopping street Zeil. We talked to the merchant, then contacted the European wholesale dealer who gave me the name and mailing address of the grower in New Zealand. I started an e-mail conversation which him because I wanted to know why he named the apple 'jazz'. He is a jazz fan, I was told, and he named the apple 'jazz' because it tastes as juicy as a Parker solo sounds. I asked whether the apple only swings when the wind blows through the branches of the apple tree or whether the fruit had a specific micro-molecular structure carrying jazz's genetic description, but he only responded with loud if virtual laughter. I published the story in the news section [of the periodical Jazz thing]; unfortunately, a computer crash and a new computer later I can't find that article. On it's exhibition stand at the music fair Popkomm in Cologne, Jazz thing always used to offer a choice of apples and bananas, so I asked whether he might be willing to sponsor one or two cases. Unfortunately, though, New Zealand is 'down under' so the seasons don't correlate with our European seasons."

You see: Even though jazz sometimes is not music, music always plays an important role ... We continue collecting material on jazz and "jazz".
... Part 2 in the September Jazzletter; Part 2 in the October Jazzletter, part 4 with a look at spys and 4-wheel drives in the Jazzletter from January 2011

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